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27 Becher und Thomas Mann

27 Becher und Thomas Mann

67m 38s

Thomas Mann und Becher hatten ein gutes Verhältnis – bereits beim Hochverratsprozess 1926-28 (siehe Folge 6) hatte sich Mann für Becher eingesetzt. In der Exilzeit intensiviert sich der Kontakt: Becher fragt Mann um Beiträge für die Zeitschrift „Internationale Literatur“ an und beide lesen ihre Werke gegenseitig. 1949 und 1955 gelingt es Becher, Mann zweimal nach Weimar zu holen. Wir hören Auszüge aus den Schiller-Reden Bechers und Manns, schauen in den vorangegangenen Briefwechsel und in Bechers Texte über Thomas Mann.

26 Hölderlin, Goethe, Schiller – Becher und die Klassiker

26 Hölderlin, Goethe, Schiller – Becher und die Klassiker

61m 26s

Während Becher Hölderlin und Schiller in seiner Jugend bereits zugetan war, wendet er sich Goethe erst in den Exiljahren zu. 1949 und 1955 kommt es ihm in seiner kulturpolitischen Rolle zu, für beide Klassiker wichtige Jubiläen zu begehen und mit Reden zu begleiten. Wir sprechen über Bechers Verhältnis zu den Klassikern und seine Deutung von Hölderlin, Goethe und Schiller.

25 Die Moral des Dichters in der frühen DDR (mit Anne Rabe)

25 Die Moral des Dichters in der frühen DDR (mit Anne Rabe)

54m 45s

Was weiß man heute als politische Schriftstellerin mit DDR-Herkunft über Johannes R. Becher? Und wie soll man mit der Generation derer umgehen, die die DDR aufbaut haben und literarisch in ihr gewirkt haben? Diese Fragen diskutieren wir mit der Schriftstellerin Anne Rabe, deren jüngstes Buch „Das M-Wort“ (2025) und deren Theodor-Heuss-Gedächtnis-Vorlesung 2025 an der Universität Stuttgart mit dem Titel „‚Sind wir noch zu retten?‘ Über Demokratie und Moral“ wir zum Anlass nehmen, Becher (auch) als Moralist zu beleuchten.

24 Ein widerwilliger Vater: Becher und sein Sohn

24 Ein widerwilliger Vater: Becher und sein Sohn

75m 44s

Becher hatte nicht nur einen Vater, er war auch Vater – und das Verhältnis zu seinem 1933 mit der Mutter Lotte nach England ausgewanderten Hans Thomas (John T.) Becher war ebenfalls spannungsbehaftet. 1951 veröffentlichte John T. Becher nach einem Besuch bei seinem Vater in Ostberlin einen offenen Brief, indem er dem Älteren seine Blindheit und Machtlosigkeit vorwarf. Wir sprechen über diesen und über einige andere einschlägige Briefe zum Vater/Sohn-Verhältnis.

23 „Romeo und Julia auf dem Dorfe“ – Neudichtung von 1946

23 „Romeo und Julia auf dem Dorfe“ – Neudichtung von 1946

49m 53s

„Romeo und Julia auf dem Dorfe“ (1855/56) ist einer der berühmtesten Texte Gottfried Kellers – und eines der wichtigsten Werke des Realismus. Becher hat 1946 eine eigene Neudichtung vorlegt: einen „Roman in Versen“, wie er ihn selbst nennt. Was hat es mit dieser Neudichtung eines Klassikers auf sich? Und wie wird aus einem Keller-Text ein typischer Becher? Wir fragen nach!

22 Becher, Benn und Brecht (mit Hans-Harald Müller)

22 Becher, Benn und Brecht (mit Hans-Harald Müller)

73m 51s

Bertolt Brecht und Gottfried Benn waren wichtige Weggefährten Bechers schon in der Weimarer Republik: Während Becher und Benn unterschiedliche Weltanschauungen vertraten, verbindet Becher mit Brecht die grundsätzliche politische Einstellung. Dennoch ist Brechts Blick auf den Kollegen durchaus kritisch.
Wir begrüßen als Gast den Literaturwissenschaftler Hans-Harald Müller, einen Experten der linksbürgerlichen und linksradikalen Literatur der Weimarer Republik, der uns hilft, die drei Dichter mit B in Bezug zueinander zu setzen, und tragen ihm unsererseits ein Gedicht vor.

21 Revolution im Schwabenland – Becher und der Uracher Kreis

21 Revolution im Schwabenland – Becher und der Uracher Kreis

76m 45s

Der Uracher Kreis von Karl Raichle war eine revolutionäre Kommune, die zwischen 1920 und 1931 im heutigen Bad Urach Bestand hatte und der Becher Anfang der 1920er Jahre einige Zeit angehört – prägende Jahre, wie man daraus ersehen kann, wie oft er noch im Alter in seinen Dichtungen auf Urach zurückkommt. Wir rekonstruieren, was es mit Urach auf sich hat und sprechen über Bechers Versepos „Urach. Der Wanderer aus Schwaben“ (1947).

Bonus-Folge: Bechern mit Becher

Bonus-Folge: Bechern mit Becher

18m 8s

Nach 20 Folgen Becher-Podcast "Wiederanders" sind uns beim Aufnehmen immer wieder lustige Dinge passiert. Einen Zusammenschnitt aus Extrakten daraus veröffentlichen wir zum heutigen Tag, der in Italien Giovedì grasso, in Bayern, Österreich und Südtirol Unsinniger Donnerstag und in den westdeutschen Karnevalshochburgen Weiberfastnacht heißt.

Musikalisch gesellt sich diesmal den Seilen ein Theremin bei.

Bonus-Folge: Im Gespräch mit Justin Ernst vom Hochschulradio Horads

Bonus-Folge: Im Gespräch mit Justin Ernst vom Hochschulradio Horads

94m 16s

Justin Ernst vom Hochschulradio HORADS hat Kristin Eichhorn und Toni Bernhart in die Sendung "Nachgefragt" eingeladen und mit ihnen über "Wiederanders. Der Johannes-R.-Becher-Podcast" gesprochen. So entstand ein Cross-Over zwischen "Nachgefragt" und "Wiederanders", das auch Ausdruck der bewährten Kooperation zwischen "Wiederanders" und dem Hochschulradio HORADS ist.

Moderation und Schnitt: Justin Ernst
https://www.horads.de/