Alle Episoden

Bonus-Folge: Im Gespräch mit Justin Ernst vom Hochschulradio Horads

Bonus-Folge: Im Gespräch mit Justin Ernst vom Hochschulradio Horads

94m 16s

Justin Ernst vom Hochschulradio HORADS hat Kristin Eichhorn und Toni Bernhart in die Sendung "Nachgefragt" eingeladen und mit ihnen über "Wiederanders. Der Johannes-R.-Becher-Podcast" gesprochen. So entstand ein Cross-Over zwischen "Nachgefragt" und "Wiederanders", das auch Ausdruck der bewährten Kooperation zwischen "Wiederanders" und dem Hochschulradio HORADS ist.

Moderation und Schnitt: Justin Ernst
https://www.horads.de/

20 Das Romanfragment „Wiederanders“ (1958)

20 Das Romanfragment „Wiederanders“ (1958)

93m 40s

Nach seiner Absetzung als Kulturminister arbeitete Becher bis zu seinem Tod noch an einem letzten Roman, der eine Fortsetzung von "Abschied" werden sollte. Der Text zeigt Bechers Auseinandersetzung mit seinen zwei Rollen als Dichter und Politiker, erweist sich aber auch als hochkomplexes literarisches Werk, in dem eine bekannte Geschichte erzählt wird und doch wieder einmal alles anders ist.

19 Becher als Kulturpolitiker und Literaturtheoretiker

19 Becher als Kulturpolitiker und Literaturtheoretiker

79m 21s

In den 1950er Jahren war Becher vor allem als Staatsdichter und Kulturpolitiker der DDR sichtbar. Seine Arbeit umfasste besonders die Präsidentschaft im Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands und die Funktion als Kulturminister ab 1954. Daneben entstanden die vier Bände der "Bemühungen", Bechers umfassendes literaturtheoretisches Werk. Wir sprechen über Auszüge aus der Literaturtheorie, aus der politischen Publizistik – und über Bechers Ulbricht-Hagiografie.

18 Becher, der Sonettpriester

18 Becher, der Sonettpriester

86m 15s

563 Sonette sind allein in Bechers „Sonett-Werk“ versammelt, das er 1956 zusammengestellt hat – eine beachtliche Zahl! Bechers Interesse an der Strenge des vierzehnzeiligen Gedichts, dessen Beliebtheit ursprünglich auf Petrarca und die italienische Renaissancedichtung zurückgeht, führt in den 1950er Jahren zu einer intensiven, auch theoretischen Auseinandersetzung mit dem Sonett und einer geradezu religiösen Überhöhung dieser Gedichtform.

17 Gedichte über die deutsche Heimat

17 Gedichte über die deutsche Heimat

70m 5s

In der Exilzeit beginnt Becher mit Dichtung über die aktuell für ihn nicht erreichbare deutsche ‚Heimat‘. Bis in die 1950er Jahre lässt ihn das Thema nicht los, zumal vor dem Hintergrund der deutschen Teilung. Wir sehen uns den Band "Schöne deutsche Heimat" an und diskutieren über die regionalen Schwerpunkte, die man dort beobachten kann. Frohes Neues Jahr und alles Gute für 2026!

16 Neue Deutsche Volkslieder, Nationalhymne und Weihnachtslieder

16 Neue Deutsche Volkslieder, Nationalhymne und Weihnachtslieder

73m 6s

Um 1950 ist Becher Lieddichter und arbeitet eng mit Hanns Eisler zusammen, der die Texte des Freundes vertont. Becher schwebt ein ‚Neues deutsches Volkslied‘ vor, das den sozialistischen Aufbau unter Rückgriff auf die romantische Tradition des 19. Jahrhunderts besingt. Wir sprechen in dieser Folge auch über die „Nationalhymne der Deutschen Demokratischen Republik“ – und über Bechers Weihnachtslieder! Frohes Fest!

15 „Im Schatten der Ruinen“: Lyrik der Nachkriegsjahre

15 „Im Schatten der Ruinen“: Lyrik der Nachkriegsjahre

67m 21s

1945 kehrt Becher als Mitglied der Gruppe Ulbricht zurück nach Deutschland. Sofort beginnt die kulturpolitische Arbeit. Als Dichter schlägt Becher aber zunächst noch einen stark melancholischen Ton an und reflektiert im Lyrikband „Volk im Dunkel wandelnd“ (1948) die bei der Rückkehr in der Heimat vorgefundene Situation. Demgegenüber ist der Band „Glück der Ferne – leuchtend nah“ (1951) schon von Aufbaulyrik geprägt. Die politische Arbeit wird jetzt deutlich in Dichtung übersetzt.

14 Dramatisches Werk II: „Die Schlacht um Moskau“/„Die Winterschlacht“

14 Dramatisches Werk II: „Die Schlacht um Moskau“/„Die Winterschlacht“

81m 3s

„Die Winterschlacht“ ist Bechers meistgespieltes Drama. In den 1940er und 1950er Jahren gab zahlreiche Inszenierungen auf verschiedenen Bühnen und Hanns Eisler komponierte eine Bühnenmusik. Entstanden ist das Stück im Exil im Jahr 1940 unter dem Titel „Die Schlacht um Moskau“ – während die genannte Schlacht noch im Gange war! Wir sprechen über diesen bemerkenswerten Versuch einer unmittelbaren literarischen Verarbeitung von Zeitgeschichte in der Tradition Grimmelshausens.

13 Dramatisches Werk I: „Ikaros“, „Arbeiter Bauern Soldaten“

13 Dramatisches Werk I: „Ikaros“, „Arbeiter Bauern Soldaten“

65m 2s

Becher ist heute kaum noch als Dramatiker bekannt. Dabei hat er sich zeitlebens immer wieder mit dem Drama befasst – und die modernen Theaterexperimente des frühen 20. Jahrhunderts umfassend in eigenen Stücken ausgewertet. In dieser Folge betrachten wir seinen expressionistischen Einakter „Ikaros“ (1919) sowie die zwei Fassungen von „Arbeiter Bauern Soldaten“ (1919/24).

12 „Der Glücksucher und die sieben Lasten“ (1938)

12 „Der Glücksucher und die sieben Lasten“ (1938)

81m 17s

„Der Glücksucher und die sieben Lasten“ ist Bechers wichtigster Lyrikband im Exil und wurde damals hochgelobt, u. a. von Thomas Mann. Gerahmt von Leninhymnen in elegischen Distichen versammelt der Band zahlreiche Heimatgedichte, Sonette und Reflexionen der Exilsituation. Becher sucht in der Literatur der Vergangenheit nach Antworten für die Gegenwart.